Gabriele Fischer

How to have a dancer's body?

1.) Have a body.
2.) Dance.

Ich bin erstaunt, wohin mich diese paar Worte mitreißen. Farbenfrohe Bühnenauftritte, rauschende Musik, begeisterte Zuschauer … Ich sehe Körper von Frauen vor mir in hautengen Tanzkostümen auf der Bühne, Cirque de Solei, Ballerinas, Flamencotänzerinnen, Orientalische Schönheiten sich aus Schleiern frei tanzend. Erregt, schweißgebadet, glücklich. Doch, was ist nun der Körper einer Tänzerin? Von welchem Körper ist hier die Rede? Dem weichen, runden, fließenden oder dem artistisch geschmeidigen oder dem sehnig durchtrainierten? 

Und nun die Kehrtwende. Mit HAVE A BODY schleudert es mich direkt aus dem Konsumtempel in meine eigenen vier Wände. ICH??? Meint hier jemand mich? und DANCE setzt der ganzen Bewegung dann noch die Krone auf. Die nackte Wahrheit kommt ans Licht. Guck nicht bei den anderen, guck bei dir selber. Ich schaue an mir herunter. Klar, wenn ich tanze bin ich eine Tänzerin und mein Körper ist in dem Moment der Körper einer Tänzerin. Eine nackte Wahrheit. Da liegt nichts in ferner Zukunft hinter schweißtreibenden Körperformungsübungen, nein. Hier. Jetzt. Tanze und du bist.

Gerne gebe ich die Quelle dieses Zitats an, im Moment liegt sie noch im Dunkeln.

Ich erfahre die Welt mit dem Körper einer Tänzerin.

Wie kann ich das erklären? Tanzen beginnt für mich mit dem Atmen, besser gesagt mit der Bewegung des Atmens. Atmen wiederholt sich. Kein Atemzug ist wie der andere. Ich folge den sich wiederholenden Bewegungen.
Sie beginnen und wollen wieder zu Ende geführt sein. Manche Bewegungen enden abrupt, andere fließen lange dahin und schließen mit einem Seufzen, andere schlagen auf den Tisch. Es gibt die, die sich verkrümeln und die die Aufmerksamkeit einfordern, gesehen werden wollen, bevor sie sich umdrehen und gehen.
Einatmen und Ausatmen sind von Pausen, Breaks getrennt, sie verwandeln den Atem in das rhythmische Gefüge der Pulsation. Rhythmus ist dieser common puls unseres Atems, unserer Herzen. Rhythmus sind wir.  Erstaunlich dabei ist die Anpassungsfähigkeit unseres Atems an unsere Bewegungen.
Feiner wie ein Seismograf folgt er unserem Tempo hinein in schnelle Wirbel und Drehungen ebenso wie Sekunden später in eine Ruheposition am Boden liegend. 

Damit habe ich die vier Tools von Dancing Dialogue® genannt, zu denen ich aktuell, 2020, mit den Maskentänzerinnen Studien betreibe:
wiederholen
zuendeführen
breaks
change position

In meiner supervisorischen Arbeit gehe ich der Frage nach, was können wir in der tanzpädagogischen und tanztherapeutischen Ausbildung für einen Beitrag zu der Tatsache leisten, dass der therapeutische Erfolg in erster Linie von einem gelungenen KlientInnen – Therapeutinnen – Verhältnis abhängt und die angewandten Methoden in der Therapie erst unter ferner liefen rangieren? 

Es fällt mir auf, dass alle therapeutischen Schulen, die ich kenne, auf Methoden in der Ausbildung setzen. Wo bleibt die Ausbildung der Fähigkeiten ein Klima in der KlientInnen-TherapeutInnen-Beziehung zu schaffen, das den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur therapeutischen Wirksamkeit dieser Beziehung Rechnung trägt? Welche Ausbildungskonzepte haben wir da in den HKIT®?

Ich arbeite gerne tänzerisch einzeln und in Gruppen mit Menschen, die sich in umfassenden Sinne bewegen wollen. Im Tanz über sich hinauswachsen. Grenzen erweitern.

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