Eine Heimat im Körper finden - Elke Wagner zu der Methode HKIT®

Eine Heimat im Körper finden. Dieser Satz begleitet mich seit über 20 Jahren, eigentlich so lange, wie ich mit HKIT® arbeite und Gabriele Fischer kenne. Für mich war es ein zentrales Erlebnis, das Gefühl, über den Tanz im Körper angekommen zu sein, eine Heimat zu finden in Verbundenheit mit mir selbst, der Gruppe und der Landschaft. Nicht in der Nachahmung von Ritualen anderer Kulturen, sondern indem ich in Dialog trete mit meinem eigenen Körper. Mir Zeit nehme, meinen Atem zu spüren, sein Kommen und Gehen, die große Ausdehnung beim Einatmen und das sanfte Zurücksinken beim Ausatmen. Zeit, in der ich eintauche in das Kommen und Gehen, Ausdehnen und Zusammenziehen, Pulsation.

Die Bewegungen, die dabei wie von selbst entstehen,

sind die Basics der HKIT®. Über die Basics können wir uns an die innere Quelle, den Fluss unserer Lebensenergie anbinden und im Fluss der Lebensenergie tanzen. Diese Quelle, die nie versiegt, ist für mich eine der wichtigsten Ressourcen des Tanzes. Hier komme ich an in meiner Lebensfreude, meiner Lebenslust – immer wieder neu entsteht ganz einfach durch den Tanz ein großes Ja zum Leben.

G.F. sagt: Tanz ist eine Sprache ohne Worte. Wir entschlüsseln, wenn wir mit unserem Körper in einen tänzerischen Dialog treten, so manche Botschaft aus unserer Vergangenheit und damit manches Handeln in der Gegenwart, das in der Vergangenheit seine Wurzeln hat. Bewegungen, die nicht ausgeführt werden konnten, können im Gewebe tänzerisch erlöst werden. HEILENDE KRÄFTE IM TANZ® lädt ein, eine nicht zu Ende geführte Bewegung zu Ende zu führen: die große Welle im Körper, die eine traumatische Geburt auflöst; die Arme, die den Weg in eine Umarmung finden und die Einsamkeit des kleinen Kindes erlösen; die Stimme, die sich nach Jahrzehnten endlich erhebt und die inneren Fesseln schmelzen lässt. Das zu Ende führen einer Bewegung ist ein Zeichen dafür, dass das Trauma ein Ende gefunden hat. Das ist mir wichtig: Heilungswege im Tanz, die uns hineinführen in die Heimat in uns selbst. Ankommen.

Der Tanz öffnet nicht nur die Tür zu uns selbst, in unseren Körper und zu unserer Geschichte, er öffnet auch die Türe zur anderen Wirklichkeit und bringt uns in Kontakt mit dem, was über uns hinausweist. Wir tanzen hinein in die Geschichte unseres Körpers, in die Geschichtetheit der Landschaft, in die Dreamtime, wie es die Aborigines nennen. Für sie ist das Land beseelt und die spirituelle und künstlerische Arbeit der Aborigines erneuert immer wieder die Verbindung zwischen Land und Menschen. Sie sagen:
,,I am not painting for pleasure. There is meaning, knowledge and power. This is the earthly painting for the creation and for the Land story. The land is not empty, the land is full of knowledge, full of story, full of goodness, full of energy, full of power.“ (Wandjub Marika 1995, gelesen im Museum of the Northern Territory)

HEILENDE KRÄFTE IM TANZ® lädt ein, in diesen heimatlichen Raum des Körpers einzutreten und ihn auch anderen Menschen zu öffnen und die bewegende und verändernde Kraft des Tanzes zu erfahren. Auf allen Ebenen meines Seins: Eine Heimat im Körper finden.

 

In der Fülle baden

Und es gibt eine Tänzerin der Fülle, die im Reichtum badet, der alles geschenkt wird, ohne dass sie darum bitten muss, die sich öffnet ohne Angst, weil sie Angst nicht kennt, nur das Gefühl, das vom Herzen ausgeht, ein Gefühl, sich verschenken zu können, ohne sich zu verlieren. ...weiterlesen